KI-Klassifikation und Datenextraktion im Kundenservice
Eingehende Briefe, Faxe, Formulare, E-Mails und Anhänge werden erkannt, inhaltlich eingeordnet und mit den relevanten Feldern an den passenden Prozess übergeben. Aus einem Stapel Papier wird ein strukturierter Vorgang, ohne dass jemand Daten überträgt. Anders als bei rein sprachmodellbasierten Ansätzen ist jede Entscheidung reproduzierbar und bis zur auslösenden Regel nachvollziehbar. Die Verarbeitung erfolgt nach DSGVO und unter Berücksichtigung der Anforderungen des EU AI Act.
Das bietet KI-Klassifikation und Datenextraktion im Kundenservice
Erkennen, was es ist
Rechnung, Kündigung, Antrag oder Rückfrage. Das System ordnet ein, bevor jemand hinschaut.
Herausziehen, was gebraucht wird
Kundennummer, Datum, Betrag, Vertragsbezug. Die relevanten Felder gehen strukturiert und typisiert in den Prozess.
Alle Eingangswege
Brief, Fax, Formular und E-Mail-Anhang werden gleichermaßen verarbeitet. Auch handschriftliche Schreiben und Fotos.
Gleiche Eingabe, gleiches Ergebnis
Das Verhalten ist deterministisch und damit testbar. Erst das macht einen Fachprozess überhaupt freigabefähig für die Dunkelverarbeitung.
Nachvollziehbar bis zur Regel
Jede Klassifikationsentscheidung lässt sich zurückverfolgen. Keine Black Box, sondern eine dokumentierte Entscheidung.
Keine erfundenen Werte
Fehlt eine Information, erkennt das System die Lücke und legt den Vorgang vor, statt einen plausiblen Wert zu erzeugen.
Änderungen ohne Retraining
Neue Regeln und Prozesse pflegt der Fachbereich selbst ein. Kein Training, keine Datensammlung, kein GPU-Betrieb.
DSGVO und EU AI Act
Die Verarbeitung ist protokolliert und überprüfbar und berücksichtigt die Anforderungen aus DSGVO und EU AI Act.
Aus einem Stapel Papier wird ein Vorgang
Die tägliche Post ist in vielen Organisationen der letzte manuelle Engpass. Jemand öffnet, sortiert, ordnet zu und tippt die Daten in die Fachanwendung. Das kostet Zeit, es passiert erst am nächsten Werktag, und es ist die Stelle, an der die meisten Zahlendreher entstehen.
Die KI-Klassifikation nimmt diesen Schritt ab. Eingehende Dokumente werden erkannt, inhaltlich eingeordnet und mit den relevanten Feldern an den passenden Prozess übergeben. Was gestern noch als Stapel auf einem Schreibtisch lag, ist heute ein Vorgang mit Zuständigkeit und Termin.
Wichtig dabei: die Verarbeitung ist protokolliert und überprüfbar. Wo die Erkennung unsicher ist, entscheidet weiterhin ein Mensch.
Verstehen und Formulieren sind zwei verschiedene Aufgaben
Wir trennen beides bewusst, weil die Anforderungen gegensätzlich sind. Eine Antwort darf situativ formuliert sein. Das Verständnis eines Anliegens darf das nicht. Es muss bei gleicher Anfrage immer gleich ausfallen, und es muss begründbar bleiben.
Am Eingang der robot5 ALO arbeitet deshalb eine semantische KI, die Sprache nicht statistisch errät, sondern inhaltlich versteht. Wir nennen diesen Ansatz neurosymbolische KI: Natural Language Understanding kombiniert mit einem Wissensgraphen, in dem Begriffe, Entitäten und ihre Zusammenhänge explizit hinterlegt sind, ergänzt um ein vortrainiertes Weltmodell der jeweiligen Branche. Das System erkennt dadurch, dass unterschiedliche Formulierungen dasselbe Anliegen meinen, welche Folgeschritte ein Vorgang auslöst und welche Angaben dafür noch fehlen. Dieses Wissen liegt nicht implizit in Modellgewichten, sondern offen im System, nachlesbar und veränderbar.
Das hat konkrete Folgen im Betrieb. Änderungen an Begriffen, Regeln und Prozessen pflegt der Fachbereich selbst ein, ohne Entwicklungsprojekt und ohne neues Training. Die Verarbeitung läuft CPU-basiert, die Kosten sind kalkulierbar und hängen nicht an Tokenverbrauch oder Lastspitzen. Und weil das Verhalten reproduzierbar ist, lässt es sich vor der Freigabe testen wie jede andere Fachanwendung auch.
Warum ein Sprachmodell allein an dieser Stelle nicht reicht
Sprachmodelle sind stark, wenn es um Formulierung und um Wissensfragen geht. Wir setzen sie genau dafür ein, im Antwortassistenten, im Voicebot und im Chatbot, dort auch in Verbindung mit angebundenen Wissensdatenbanken.
Am Eingang eines Fachprozesses ist die Aufgabe eine andere. Dort geht es nicht um einen gut lesbaren Text, sondern um belastbare Felder: Vertrags- und Kundennummer, Datum, Betrag, IBAN, Vorgangsbezug, jeweils geprüft und im richtigen Format. Ein Sprachmodell berechnet Wahrscheinlichkeiten, keine Kausalität. Es liefert bei gleicher Eingabe nicht zwingend dasselbe Ergebnis und begründet seine Entscheidung nicht. Auch Verfahren, die dem Modell passende Textstellen beilegen, ändern daran wenig: Ähnlichkeit ist keine Logik, und fachliche Bedingungen nach dem Muster „dieser Schritt nur, wenn Voraussetzung X erfüllt ist“ lassen sich so kaum sauber abbilden.
Wir kehren die Reihenfolge deshalb um. Zuerst wird das Anliegen semantisch verstanden und gegen das hinterlegte Fachwissen geprüft, dann werden Daten und Regeln aus den Fachsystemen gezogen, und erst danach bekommt das Sprachmodell eine klar umrissene Formulierungsaufgabe. Es entscheidet nicht, es schreibt.
So viel Automatisierung wie gewünscht
Nicht jeder Vorgang kann vollständig automatisiert werden.
Eindeutige Standardanliegen laufen ohne manuellen Eingriff durch. Bei komplexeren Fällen bereitet die KI den Vorgang vor, ein Mitarbeiter prüft und gibt frei. Anliegen, die eine fachliche Entscheidung brauchen, gehen mit allen bereits erkannten Informationen an den zuständigen Mitarbeiter. Der Mensch bleibt dort eingebunden, wo er gebraucht wird, und wird überall dort entlastet, wo es möglich ist.
Typische Anwendungsfälle
Quer durch alle Branchen: Adress- und Stammdatenänderungen, Bankdatenänderungen, SEPA-Mandate, Vertragsänderungen, Kündigungen, Rechnungs- und Statusanfragen, Nachreichungen zu bestehenden Vorgängen.
Branchenspezifisch kommt hinzu, wofür das Weltmodell bereits vortrainiert ist. Bei Energieversorgern und Stadtwerken sind das Zählerstandsmeldungen, Abschlagsänderungen, Tarifwechsel sowie Umzug, Einzug und Auszug. Bei Versicherungen Schadenmeldungen, Vertrags- und Beitragsanpassungen. Im Nahverkehr Fahrgastanliegen, Erstattungs- und Fahrgastrechteanträge sowie Abo- und Ticketverwaltung. In der Personalabteilung eingehende Bewerbungen, Krankmeldungen, Urlaubs- und Zeitkorrekturanträge, Bescheinigungswünsche und Rückfragen zur Abrechnung, die heute meist einzeln aus dem Postfach in die Personalsysteme übertragen werden.
Auch Informationen aus Formularen, handschriftlichen Schreiben oder Fotos, etwa von Zählern oder Belegen, werden extrahiert und strukturiert bereitgestellt.
Eine Lösung, kein Flickenteppich
Die Technologie für Klassifikation und Datenextraktion stammt von deepsearch, unserem Technologiepartner für semantische KI.
Für Ihre Mitarbeiter und für Ihre Kunden ist davon nichts sichtbar. Es gibt eine Oberfläche, ein Event-Modell, eine Statistik und ein Berechtigungskonzept. Die Klassifikation ist kein vorgeschaltetes Zusatzsystem, sondern Teil der Verarbeitungsstrecke in robot5 ALO: Der erkannte Vorgang landet direkt im Routing, im Workflow, in der Wiedervorlage und in der Auswertung.
Wir betreiben die Kanalseite, die Prozesssteuerung und die Verstehensschicht als eine Plattform, und wir kennen die Fachprozesse aus laufenden Projekten in unterschiedlichen Branchen. Das Ergebnis ist keine Sammlung von Werkzeugen, sondern eine Lösung aus einem Guss.
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